Es ist manchmal nicht zu glauben, mit welchen Methoden unlautere Firmen versuchen an das Geld der anderen Leute zu kommen.
Das Vorgehen der Berliner Detektei Bullmann & Petersen ist schon mehr als dreist zu bezeichnen. Spielt diese Schmuddel-Detektei doch mit den Gefühlen und der sich ausbreitenden Unsicherheit der Frauen.
Man stelle sich vor, es wurden bereits mehre Fälle in Hamburg der Verbraucherzentrale bekannt.
Was ist genau passiert?
Die erwähnten Schmuddel-Schnüffler haben u.a. Christina H. aus Hamburg angeschrieben. Ihr Ehemann Michael soll fremdgegangen sein. Dem Brief beigelegt ist natürlich gleich ein entsprechender Nachforschungsauftrag, der mit € 500 zu buche schlägt. Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass hier viele Frauen einfach verunsichert werden sollen, der Ehemann gehe fremd und man doch Gewissheit haben will. Nach dem Motto: An jedem Gerücht ist bekanntlich etwas dran. Und man kann sich sicherlich auch gut vorstellen, dass viele verunsicherte Frauen auch diesen Nachforschungsauftrag unterschreiben und prompt mit € 500 zur Kasse gebeten werden!
Die dreiste Detektei aus Berlin behauptet an Informationen (durch umfangreiche Recherchen) gelangt zu sein, dass u.a. Ihr Ehemann fremdgehe. Es wurde sogar der Vorname des Ehemannes ( Michael ) genannt. Wie schon erwähnt liegt gleich die Auftragsbeschreibung der Detektei (“Nachforschungen” werden angeboten) Geht mein Mann fremd? bei.
Dabei führen Christina und Michael H. (56) doch seit 30 Jahren eine glückliche Ehe!
“Mit Adressen und Namen wird gehandelt. Da ist ganz leicht ranzukommen”, warnt Edda Castello von der Hamburger Verbraucherzentrale. Mit anderen Worten: Die miese Masche der Berliner Detektei kann fast jeden treffen!
Davon ahnte der verleumdete Ehemann nix, als ihn seine Frau zur Rede stellte: “Als mir meine Frau den Brief zeigte, bin ich fast explodiert.” Es werde bewusst Misstrauen und Zwietracht provoziert.
So sieht das auch die Verbraucherzentrale: “Die Detektei schürt Unsicherheit”, sagt Edda Castello. Dabei gebe es in Wahrheit überhaupt keinen Beweis für einen Seitensprung, die Betrugsvorwürfe treffen treue Seelen. Den Verbraucherschützern ist in kurzer Zeit schon fast ein Dutzend Fälle bekannt geworden.
Da kann man wirklich 1. nur den Rat geben: Nie bei einer Seitensprung-Agentur anmelden, die Adressdaten und Namen abfragt. 2. eine Seitensprung-Agentur empfehlen, die für eine Anmeldung lediglich eine Emailadresse benötigt. Hier geht’s zum Seitensprung Hamburg!
Und nicht nur Hamburg ist Zielscheibe der dubiosen Brand-Briefe von “Bullmann & Petersen”, bundesweit flattern sie derzeit in Briefkästen.
“Da sind Hunderte von Schreiben unterwegs”, befürchtet Hans Sturhahn, Chef des Bundesverbandes Deutscher Detektive. Dadurch werde die ganze Branche in Verruf gebracht.
Der Hamburger Verbraucher-Schützer Castello warnt: “Wer so einen Auftrag bereits unterschrieben hat, sollte unbedingt die Annahme verweigern.” Sie hat die Detektei bereits abgemahnt.